Vorstellungsgottesdienst der Konfirmandinnen und Konfirmanden am 3. März, dem Sontag Estomihi

„Wenn ich an Gott glaube, werde ich erleben, dass er immer bei mir ist“, sprach die Konfirmandin mit klarer Stimme ins Mikro. Sie und auch alle Mitkonfirmandinnen und Mitkonfirmanden aus Otterndorf, Osterbruch und Neuenkirchen ließen vor einer vollbesetzten St. Severi-Kirche spüren, dass sie zwar aufgeregt waren, aber auch voll bei der Sache und ohne allzu große Scheu. Und dass sie etwas zu sagen hatten. Sie sangen und beteten mit und vor der Gemeinde und drückten ihren Dank aus für die Konfi-Zeit-Erlebnisse, die sie als einen Schatz mit hinausnehmen können in das Leben, das jetzt vor ihnen liegt, das Leben eines getauften und konfirmierten Christenmenschen. Sie dankten auch für ihre „wunderbaren“ Familien und man nahm ihnen ab, dass sie Ungerechtigkeiten bei der Verteilung der Güter in der Welt nur schwer ertragen, dass sie allen Menschen genug zu essen und zu trinken wünschten und dass sie Gott um Frieden in der Welt baten.

Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht. Und Gott sah, dass das Licht gut war. Da schied Gott das Licht von der Finsternis und nannte das Licht Tag und die Finsternis Nacht. Da ward aus Abend und Morgen der erste Tag. (Genesis 1, 3-5)

Die „Kunstgruppe“ präsentierte dann die Schöpfungsgeschichte der sieben Tage aus dem Buch Genesis anhand von selbstgeschaffenen Kunstwerken, die am Ende des Gottesdienstes versteigert wurden (siehe nebenstehendes Bild „Der erste Tag”).

Die „Handwerkgruppe” trug die zweite Schöpfungsgeschichte vor, die die Erschaffung des Menschen und sein Leben im Paradies beschreibt. Die handgefertigten Vogelnistkästen dieser Gruppe, unter dem Motto „Bebauen und Bewahren“ erstellt, konnten nach dem Gottesdienst für den eigenen Garten erworben werden und fanden reißenden Absatz.

Ihren Pastoren Ludwig Feltrup und Thorsten Niehus sowie Diakonin Imme Koch-Seydell hatten die Konfis die Aufgabe der Verkündigung weitgehend abgenommen; die Begleitung der Lieder durch Kreiskantor Kai Rudl nahmen sie aber gern wahr. Bei einem Musikworkshop vor einer Woche hatten sie ihm auch ihre Lieblingslieder genannt. Und am Ende des Gottesdienstes, als er auf der  Orgel schwungvoll diese Wunschlieder spielte und damit noch einmal alles aufscheinen ließ, was dieser lebhafte Gottesdienst transportiert hatte, swingte so mancher Konfirmand auf seiner harten Kirchenbank rhythmisch mit. Und grinste vergnügt.

Rosemarie Krause